Zecken gehören zur Familie der Milben. In der Schweiz ist der Holzbock die am meisten verbreitete Zeckenart.

Das unschöne an Zecken ist, dass sie als Blutsauger Wirbeltieren (auch der Mensch ist ein Wirbeltier ) zuoberst auf der Speisekarte haben. Wenn man von einer Zecke gebissen wird, ist das nicht das Hauptproblem. Zecken sind leider oft auch träger von Infektionskrankheiten, die beim Biss auf den Menschen übertragen werden.

So können Zecken (nebst anderen Krankheiten) Hirnhautentzündung (FSME) übertragen. Eine weitere gefährlich Krankheit ist die Borreliose, die ebenfalls durch einen Zeckenbiss übertragen werden kann. Gegen eine Hirnhautentzündung (FSME) kann man sich impfen lassen, gegen Borreliose jedoch nicht.

Das Krankheitsbild der Borreliose kann sehr vielfältig sein. Gerade deshalb lässt sich sie von anderen Krankheitsbildern schwierig abgrenzen. Die Symptome einer Borreliose reichen von grippeartigen Anfällen, Hautproblemen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Gehörproblemen, Herzbeschwerden, Lähmungen bis hin zu psychischen Problemen und weitreichenden neurologischen Ausfällen. Wie Sie sehen sollte man einen Zeckenbiss nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen.

Was tun bei Zeckenbiss?

Grundsätzlich sollte man vermeiden, dass man von einer Zecke gebissen wird. Daher sollte man in den Risikogebieten lange Hosen tragen. Es ist ein Trugschluss, dass sich Zecken von Bäumen auf die Menschen fallen lassen. Zecken halten sich um Gras auf (bis ca. 1 Meter ab Boden). Sie sollte daher beispielsweise auf den Wanderwegen bleiben. Ein Zeckenbiss ist in aller Regel schmerzlos. Gerade daher sollte man sich selber und vor allem auch die Kinder nach einem Wandertag oder einem Tag im Freien auf Zeckenbisse untersuchen. Begutachten Sie besonders die Leistengegend, Bauch, Achselhöhle und auch hinter den Ohren.

Was tun bei Zeckenbiss – Anleitung:

  • Greifen Sie die Zecke am besten mit einer Pinzette möglichst dicht an der Haut. Versuchen Sie die Zecke unmittelbar nach deren Kopf zu erwischen. Als Hilfsmittel können nebst der Pinzette auch eine spezielle  Zeckenkarte oder Zeckenzange dienen. Ziehen Sie die Zecke langsam und möglichst mitsamt der Kopf heraus. 
  • Auf keinen Fall dürften Sie die Zecke beim Herausziehen drehen!
  • Greifen Sie die Zecke niemals am Körper. Versuchen Sie auch nicht die Zecke mit den Fingern heraus zu ziehen. Es besteht die Gefahr, dass Sie die Zecke zerquetschen.
  • Verwenden Sie keine “Hausmittel” wie Nagellackentferner oder Öl.
  • Reinigen und desinfizieren Sie die Wunde, nachdem Sie die Zecke entfernt haben.
    • Falls Sie noch Reste der Zecke in der Wunde finden, sollten Sie unbedingt zu Arzt gehen, um die Reste entfernen zu lassen.

Wann zum Arzt?

Zum Arzt sollten Sie unbedingt dann gehen, wenn…

  • … Tage danach grippeähnliche Symptome auftreten,
  • … sich die Wunde um die Einstichstelle rötlich verfärbt,
  • … wenn sie der Meinung sind, dass Sie nicht die ganze Zecke erwischt haben.

Zecken – Gefahrenkarte Schweiz

Auf der sehr informativen Webseite zecken.ch finden Sie eine Karte der Zecken-Gefahren-Zonen der Schweiz. In den letzten Jahren ist die Gefahrenzone vom Nordrand der Schweiz kontinuierlich bis tief ins Mittelland vorgedrungen. Die kleinen Viecher kann man scheinbar nicht stoppen.

Auch auf Swisstopo finden Sie eine stets aktualisierte Karte der FSME Gefahrenzone.

FSME Gefahrenkarte Schweiz

Auf der Karte von map.geo.admin.ch finden Sie eine aktuelle Gefahrenkarte der FSME Zonen der Schweiz

Weitere Informationen zum Thema Zecken, Zeckenbiss und Zeckenkrankheiten

Wie zu jedem Thema ist das Weltweite Netz auch im Bereich Zeckenbiss voller nützlicher Informationen. Ich selber finde die Seite der Zeckenliga sehr gut. Zudem finden Sie ein sehr informatives  Video zum Thema 1. Hilfe bei Zeckenbissen auf Youtube.

Was tun bei Zeckenbiss?
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